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PERKUTANE BIO -
ELEKTROTHERAPIE BEI TUMOREN
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Die Perkutane Bio -
Elektrotherapie bei Tumoren nach Dr. med. Rudolf Pekar, stellt eine
ursächliche Behandlungsmöglichkeit von soliden Tumoren wie Hautkrebs,
Brustkrebs, Prostatakrebs und anderen mittels Anwendung von Gleichstrom
dar, der in den Tumor mit Platinelektroden eingebracht wird. Dabei kommt
es durch den elektrischen Stromfluß zu einer elektro-chemischen Reaktion
im Tumorgewebe, sowie zu einer Veränderung im elektrischen Feld der
Krebszellen. Als Folge gehen diese Krebszellen zu Gunde und werden durch
Bindegewebe mit reichlich elastischen Fasern ersetzt. Im Bereich der
Stromeinwirkung kommt es zu keinen Rezidiven (=keine wiederholte
Neubildung im Narbenbereich), das Risiko einer Streuung
(Metastasenbildung) ist vermindert. Die Methode wurde von Dr. med. Rudolf
Pekar vor über 30 Jahren wiederentdeckt und weiterentwickelt. Sie wird
heute unter anderem in Italien, China, Deutschland angewendet. |
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Behandlung eines rezidivierenden malignen Melanoms mittels
localer
Hyperthermie (EHT) und Electro-Chemical-Therapy (ECT)
Patientin weibl., 57a
Diagnose:
rezidivierendes malignes Melanom linkes Bein
Vortherapien: Erste Operation 1995, weitere 6 Operationen folgen auf Grund
neuerlicher Rezidive.
Status:
13/11/00 vor der Behandlung mit EHT und ECT: Tumorgröße laut US:
24x20x14 mm
Labor: S 100-protein 130 pg/ml (normal bis 120 pg/ml)
Therapie:
3x EHT 15/11/00- 17/11/00
1x ECT 20/11/00
9x EHT 28/11/00-9/2/01
Ergebnisse:
1)
Demaskierung des Tumors nach 3x EHT, Dosierung 30-50 Watt /
15-30 min.
2)
Deutliche Konsistenzänderung des Tumors
3)
Nach ECT-Behandlung mit 7.5-8.5 V, 65 mA, 100 C
4)
Kommt es zur Tumornekrose und
5)
4 Wochen nach Behandlung zur kompletten Desquamation
6)
16/2/01 Kontrolle durch US+MRT+PE: Gewebsnekrose mit
Granulationsgewebe, keine Tumorzellen nachweisbar
7)
S
100-protein < 100 pg/ml
US
= Ultraschall
MRT = Magnet-Resonance-Imaging
PE = Probeexscission und anschließende histopathologische Aufarbeitung
des Präparates (Mikroskopie)
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Behandlung des Prostata – Karzinoms mittels ECT (ElektroChemische
Therapie) n. Dr. Pekar
Bei
der ECT handelt es sich um eine ambulant durchführbare, minimal invasive
Methode zur Behandlung des initialen als auch des fortgeschrittenen
Prostata-Karzinoms. In Lokalanästhesie werden durch den Damm 2
Platinelektroden in die Prostata eingebracht. Anschließend wird für 40
Minuten ein Gleichstrom von c.a. 7-7.5 Volt, je nach Größe des
Organs, appliziert. Nach Beendung der Therapie werden die Elektroden
entfernt, es erfolgt eine Kompression des Dammes um einem Hämatom (Bluterguß)
vorzubeugen. Nebenwirkungen der Therapie können durch ein Anschwellen der
Prostata verursacht werden, wodurch es zu Miktionsbeschwerden kommen kann.
In den 30 von uns durchgeführten Fällen (Stand Juni 2001) wurde dies
jedoch kein einziges Mal festgestellt.
Eine Kombination mit anderen Methoden wie EHT, Androgenblockade, Operation
Brachytherapie oder Radiatio ist in jedem Behandlungsstadium möglich. Bei
Rezidiv nach ECT können in der Regel, entweder nach neuerlicher
Strombehandlung oder als Monotherapie, mit einer Androgenblockade gute
Erfolge erzielt werden, d.h. ein möglichst langes Rezidiv freies
Intervall.
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Beobachtungszeitraum bis 31.6.2001 |
Patientenzahl |
Anzahl ECT |
Rezidiv |
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1 Jahr(e) |
4 |
1 |
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2 Jahr(e) |
7 |
1 |
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3 Jahr(e) |
4 |
1x2 1x |
3 |
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4 Jahr(e) |
6 |
1 |
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5 Jahr(e) |
5 |
1 |
2 |
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6 Jahr(e) |
2 |
1 |
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7 Jahr(e) |
1 |
1 |
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8 Jahr(e) |
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9 Jahr(e) |
1 |
1 |
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10 Jahr(e) |
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mehr als 10 Jahr(e) |
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In
dieser Aufstellung ist eine Differenzierung der Ausgangsstadien (Score,
Vorbehandlung durch Operation oder Bestrahlung bzw. andere Methoden,
Metastasierung) bewusst nicht berücksichtigt worden.
Vorteile der Behandlung:
nahezu
schmerzfrei
Nebenwirkungsarm
Keine
Potenzprobleme
ambulante Therapie, kein stationärer Aufenhalt,
volle
Arbeitsfähigkeit nach Behandlung
Nachteile:
Rezidiv ist möglich
Spätere Metastasierung nicht ausgeschlossen
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Weiterführende Literatur:
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Dr.med. RUDOLF PEKAR: Die Perkutane Bio -
Elektrotherapie bei Tumoren, eine Dokumentation zur Grundlage und Praxis
der perkutanen Galvanotherapie, Verlag Wilhelm Maudrich Wien, 1996, ISBN
3-85175-657-6.
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Behandlung eines Plattenepithelkarzinoms der
Zunge mit ECT (ElectroChemicalTherapy) sowie Anwendung von ECT in
Kombination mit Operation und Chemotherapie zur Behandlung des
Mundbodenrezidivs
Ein Fallbeispiel
Bacowsky
Helmut*
Männlicher Patient, geb. 1930, 190cm, 80kg
27.4.1998: Erstvorstellung zur Behandlung eines
Plattenepithelkarzinoms der Zunge
Anamnese: seit 2 Jahren an Größe zunehmender Tumor im Bereich des rechten
Randes der Zunge.
Inspektion: indurierter Tumor im rechten laterobasalen Bereich der Zunge,
2,5x1x0,5cm, keine suspekten Lymphknoten, keine suspekten Läsionen im
Mundboden.
Biopsie (auswärts durchgeführt): Plattenepithelkarzinom.
27.5.1998:
Behandlung mittels ECT in Intubationsnarkose, intratumorale Applikation
von 4 Platinelektroden, Anwendung von Gleichstrom für 50 Minuten, (V=
10-14, mA= 80-45, C=600), danach zusätzlich 15 Minuten Behandlung unter
Verwendung von Graphitelektroden zur Oberflächenbehandlung. Nach der
Behandlung für die ECT typische Zeichen der Gewebsnekrose.
Weitere Behandlung zu Hause in Form von Immunmodulation.
13.7.1998:
Kontrolle: blande Narbe mit geringer Induration im Vergleich zur übrigen
Zunge.
Immunmodulation wird fortgesetzt.
1.12.1998:
Kontrolle: blande Narbe mit geringer Induration im Vergleich zur übrigen
Zunge.
Immunmodulation wird fortgesetzt.
15.11.1999:
Kontrolle: blande Narbe
mit geringer Induration im Vergleich zur übrigen Zunge.
Im
Mundboden rechts vorne in der Nähe des Kinns findet sich ein suspektes
derbes Substrat. Das Ergebnis der Biopsie: Plattenepithelkarzinom
Behandlung:
eine 3 monatige lokale
und systemische Therapie mit Ukrain bringt keinen nachweislichen Erfolg.
(Ultraschall und MRT).
15.3.2000:
Operative Entfernung des Tumors plus 40 Minuten ECT des Wundbettes (V=14,
mA=45-80, C=300). Nach ECT Adaptierung der Wundränder, Naht.
Fortsetzung der Immunmodulation.(Photo1,2)
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Pict. 1: before surgery + ECT
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Pict. 2: before surgery + ECT
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10.5.2000:
Rezidiv plus Ulzeration (Photo 3,4)
Auf Grund des Wunsches des
Patienten wird nochmals ECT in Intubationsnarkose durchgeführt. Es werden
5 Platinelektroden in den ulzerierten Tumor appliziert und ein Gleichstrom
(V= 12-15, mA= 120-80, C=800) für 60 Minuten angelegt. Anschließend werden
zur Oberflächenbehandlung zusätzlich Graphitelektroden für 20 Minuten
angelegt.
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Pict. 3: relapse 10.5.00 before ECT
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Pict. 4: 10.5.00 ulceration before ECT
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10.6.2000:
tägl. lokale Behandlung mit Interferon A 15000 I.U.
Immunmodulation mit ASI.
10.7.2000:
ECT, tägl. lokale Behandlung mit Interferon A 15000 I.U.
Immunmodulation mit
ASI.
14.9.2000: Starting
Chemotherapy with the following regime:
Taxol 200mg, Paraplatin 150mg
5.10.2000:
Taxol 200mg, Paraplatin 150mg
2.11.2000: Taxol
200mg, Paraplatin 150mg
Konsekutive Kontrollen zeigen beginnende Heilung
23.7.2002:
Kontrolle mittels CT und Kontrastmittelgabe: unauffälliger Befund.
15.9.2002: Totale
Remission (Photos 5-8)
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Pict. 5: 15.9.02
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Pict. 6: 15.9.02
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Remission
eines Plattenepithelkarzinom-Rezidivs rechte Submandibular-Region, ECT/Operation/3
x Chemotherapy
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Pict. 7: 15.9.02
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Pict. 8: 15.9.02
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Zunge 4 Jahre 6 Monate
nach 1x ECT, Remission.
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Conclusio:
Die oben angeführten
kombinierten Behandlungsstrategien wurden auf ausdrücklichen Wunsch des
Patienten und mit seinem Einverständnis durchgeführt.
Es handelt sich dabei um
eine mögliche Alternative zu den sog. "state of the art“ Techniken wie
Operation, Radiatio, Chemotherapie, wie sie routinemäßig bei Patienten mit
Zungenkarzinom bzw. primärem- oder Rezidivbedingtem Mundbodenkarzinom
angewendet werden.
Vorteil der oben
dargestellten Kombination eines additiven Verfahrens (in diesem Falle ECT)
mit etablierten Methoden (hier Operation, Chemotherapie) ist die Erhaltung
der physiologischen Funktionen des Sprechens und der Nahrungsaufnahme,
wesentlichen Faktoren der Lebensqualität, während der Phase der Remission.
Nachteil: Auch mit diesem
Regime ist keine Garantie verbunden, dass es nicht nach einer gewissen
Zeit zum neuerlichen Ausbruch der Krankheit kommt. Auch die Dauer der
Remission ist nicht voraussagbar und auf Grund mangelnder Fallzahlen kann
keine Aussage getroffen werden, ob andere Patienten mit der gleichen
Problemstellung von einem solchen kombinierten Vorgehen profitieren.
DDr.
Bacowsky Helmut,
Zentrum Nosomi
,
Vienna/Austria/Europe
e-mail:
nosomi@nosomi.at,
website:
www.nosomi.at
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Weiterführende Literatur:
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